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Nürnberger Prozesse

Die Nürnberger Prozesse gelten als der wichtigste Bestandteil des alliierten Bestrafungsprogramms gegen führende Vertreter des NS-Regimes. Sie begannen mit dem Hauptkriegsverbrecher-Prozess am 20. November 1945 und gingen bis April 1949 und fanden im Justizpalast Nürnberg statt. Es waren 24 führende Politiker, Beamte, Funktionäre der NSDAP und Generale angeklagt. Im Anschluss an den Hauptprozess fanden zwölf Nürnberger Nachfolgeprozesse gegen wichtige Funktionsträger des NS-Regimes aus Verwaltung, Militär, Justiz, Industrie und SS statt. Ursprünglich sollte das IMT in Berlin tagen, die Prozesse fanden dann aber im Justizpalast in Nürnberg statt. Ausschlaggebend war Nürnbergs Rolle als Stadt der Reichsparteitage der NSDAP. Damit wollten die Alliierten ein Zeichen setzen. Die Alliierten zeigten mit den Prozessen auch, dass sie nicht dem deutschen Volk als Kollektiv die Schuld für die grausamen Verbrechen Nazi-Deutschlands zuschrieben, sondern einzelnen Handelnden.

Anbieter: Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg




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